Aufruf des WFD zu vermehrter Untertitelung von Rundfunksendungen

Am 15. August rief die WFD die Regierungen weltweit auf, Rundfunkprogramme vermehrt zu untertiteln. Neue Medien bieten einerseits eine Vielzahl an Möglichkeiten für gehörlose Personen, andererseits sind gehörlose Menschen oft von diesen Medien abgeschnitten, da keine Untertitelung oder Gebärdensprachdolmetschung verfügbar ist. Das aktuellste Beispiel war, dass bei der Ausstrahlung der Commonwealth Games durch Sky Neuseeland keine Untertitelung zur Verfügung gestellt wurde. Es wird klar deutlich, dass Rundfunkanbieter erst tätig werden, wenn gesetzliche Verpflichtungen bestehen. Diesbezüglich ist auch Österreich noch nicht auf dem besten Niveau angelangt. Obwohl der ORF schon für einige Programme Untertitel bereit stellt, ist das insgesamt nur ein unzureichender Teil für gehörlose Zuseher zugänglich. Der ÖGLB arbeitet weiterhin daran, den Gesetzgeber von der Wichtigkeit der flächendeckenden Untertitelung zu überzeugen und eine rechtliche Verankerung zu erwirken.