Gebärdensprachavatare: Jetzt schon Einsatzbereit?

Georg Marsh, Trainer am Sprachenzentrum der Universität Wien, hat das Programm SiMax getestet, welches die Nutzung von Gebärdensprachavataren ermöglicht. In sechs einfachen Schritten ist die Programmierung eines „digitalen Gebrädensprachdolmetschers“ fertiggestellt. Obwohl derartige Programme schon sehr weit ausgereift sind bleiben trotzdem Probleme bestehen. So können Avatare keinen Simultandolmetscher ersetzen, da der Text schon vorab in das Programm eingespeist werden muss. Die gebärdeten Texte müssen danach nochmals kontrolliert werden, ob die verwendeten Gebärden inhaltlich Sinn ergeben, denn wie in jeder Sprache können auch in der Gebärdensprache einer Gebärde mehrere Bedeutungen zugeordnet werden. Dies ist dann nur aus dem Zusammenhang, Mimik und Gestik zu erkennen. Genau hier erkannte Georg Marsh noch ein weiteres Problem. Obwohl der Avatar technisch schon korrekt übersetzte, bedarf es noch des Feinschliffs.

Quelle: wien.at Forschen & Entdecken. Heft 03/2014