Risikogeburt ohne Kommunikation?!

Jede Mutter kennt das Gefühl, die Nervosität vor der herannahenden Geburt, die Sorge ob alles in Ordnung sein wird und die Ungewissheit über die Zukunft. Man kann sich jedoch kaum vorstellen, dass diese Sorgen von der Mutter völlig allein getragen werden müssen. In Miami klagte eine Mutter jetzt darauf, dass Ihr für die Geburt ein Gebärdensprachdolmetscher zur Seite gestellt wird. Es handle sich um eine Risikogeburt und die Krankenhausverwaltung weigert sich Nachhaltig gegen die Unterstützung der jungen Frau. Sollten im Zuge der Entbindung Schwierigkeiten auftreten, hat Sie keine Möglichkeit mit den Ärzten zu kommunizieren und diese können kein Einverständnis zu notwendigen Vorgängen einholen. Wieder einmal ist ein gehörloser Mensch in der Situation, dass er der Fremdbestimmung durch andere ausgeliefert ist, und das eigene Schicksal aufgrund von Kommunikationsbarrieren nicht selbst bestimmen kann. Das Krankenhaus wurde bereits mehrmals auf Bereitstellung von Gebärdensprachdolmetschern geklagt und trotzdem änderte sich nichts an der Situation. Der bereitgestellte Videochat ist oft nicht funktionstüchtig und ermöglicht keine ausreichende Kommunikation. Es kann also nicht davon ausgegangen werden, dass Silva Kenntnis davon hat, welche Eingriffe und Untersuchungen die Ärzte durchführen und warum.

Dieser Fall zeigt wieder einmal ganz klar, das Ausmaß der Diskriminierung von gehörlosen Menschen. Cheylla Silva brachte es sehr klar auf den Punkt: „Für Rollstuhlfahrer werden Rampen gebaut um die Gebäude zugänglich zu machen. Ihnen wird auch nicht gesagt, dass sie jedes Mal selbst eine Rampe mitbringen müssen um Hilfe zu erhalten.“
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