2.1. Verfassungsrechtlicher Diskriminierungsschutz

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2.1.1. Ausgangslage

1997 wurde der Schutz vor Diskriminierung aufgrund einer Behinderung in die österreichische Bundesverfassung aufgenommen. Demnach darf niemand aufgrund seiner Behinderung benachteiligt werden (Art. 7 Abs.1 B-VG). Des Weiteren wurde in Art. 7 B-VG das Bekenntnis von Bund, Ländern und Gemeinden verankert, die Gleichbehandlung von behinderten und nichtbehinderten Menschen in allen Bereichen des täglichen Lebens zu gewährleisten.

Diskriminierung kann sich aber nicht nur in Handlungen, sondern auch im Verwenden von Begriffen äußern, die eine diskriminierende Haltung bzw. Einstellung gegenüber Menschen mit Behinderungen transportieren. So werden etwa in Rechtsvorschriften immer noch Begriffe verwendet, die Behindreung als Defekt, fehlerhaften Zustand oder gar als Minderwertigkeit beschreiben (z.B. "Gebrechen").