2.4. Schwangerschaft und Geburt

Lade Video ...

Zurück zur Übersicht

2.4.2. Zielsetzungen

Es steht außer Streit, dass die Geburt eines Kindes mit Behinderung als solche keinen Schaden darstellt. Jedes Kind mit all seinen Eigenschaften, selbstverständlich auch mit einer oder mehreren Behinderungen, ist der Gesellschaft und der Rechtsordnung willkommen und verdient gerade im Falle von Behinderung die größtmögliche Zuwendung und Förderung.

Die ärztliche Aufklärung im Vorfeld einer pränatalen Untersuchung und die Bekanntgabe des Ergebnisses, sowie die Beratung und Begleitung der betroffenen Familien müssen in der gebotenen Sensibilität erfolgen.

Die Entscheidung über Fortsetzung oder Abbruch der Schwangerschaft muss im Rahmen der geltenden Regelungen weiterhin in der Autonomie der betroffenen Frauen liegen.

Kindern mit Behinderungen und deren Eltern muss eine inklusive Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht werden. Es ist daher erforderlich, die notwendige Beratung und finanzielle Unterstützung sicherzustellen.

Vor Ausarbeitung entsprechender Gesetzesnovellen muss im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention ein breiter Diskussionsprozess vor allem mit Menschen mit Behinderungen erfolgen.