3.7. Informationsgesellschaft

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3.7.1. Ausgangslage

Die neuen Informationstechnologien erfordern lebensbegleitendes Lernen, Kommunikationsfähigkeit, vernetztes Denken sowie rasches Auffinden und Selektieren von Informationen. Sie machen Information und Wissen jederzeit, überall und in vielfältiger Weise verfügbar, was bestehende „digitale Klüfte“ und Diskriminierungen noch verstärken kann, weil Menschen ohne Vernetzung oder ohne Zugang zum Internet (noch mehr) ins Hintertreffen geraten können.

Informations und Kommunikationstechnologien bieten für Menschen mit Behinderungen gute Chancen zur umfassenden Partizipation, aber nur unter der Voraussetzung, dass sie in barrierefrei zugänglicher Form zur Verfügung stehen. Barrierefreie Telekommunikation erfordert in erster Linie technische Lösungen, um die gleichberechtigte Teilhabe an der Informationsgesellschaft zu gewährleisten.

Ein Beispiel dafür ist ein von der EU aus dem IKT-Teil des Rahmenprogramms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation kofinanziertes Vorhaben, die Zugänglichkeit von Selbstbedienungsterminals, (z.B. Ticketautomaten, Informationsschalter und Geldautomaten) für Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen zu verbessern. (AP-SIS4All). In der EU gibt es Hunderttausende von Selbstbedienungsautomaten, darunter mindestens 425 000 Geldautomaten. Das Projekt hat im September 2011 begonnen, die Laufzeit beträgt drei Jahre.