4. Bildung

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Gleichberechtigte Teilhabe im Bildungsbereich ist von elementarer Bedeutung für eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Inklusive barrierefreie Bildung ist für Menschen mit Behinderungen wichtig für berufliche Teilhabe, ökonomische Absicherung und die Möglichkeit, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Von Inklusion im Bildungsbereich profitieren aber auch nicht behinderte Kinder und Jugendliche, da durch inklusive pädagogische Ansätze die Unterrichtsqualität (im Sinne der Individualisierung und Kompetenzorientierung) generell erhöht werden kann.

Die Möglichkeit der Zulassung von behinderten Menschen zum Beruf als Lehrer und Lehrerin und eine mögliche Anpassung der Ausbildung sollen geprüft werden.

In der EU-Behindertenstrategie 2010-2020 (KOM(2010) 636 endgültig) wird auf die Wichtigkeit der Inklusion im Bildungssystem hingewiesen, die Förderung inklusiver Bildung und lebenslangen Lernens für Menschen mit Behinderungen ist einer der zentralen Aktionsbereiche der Strategie.

Im strategischen Rahmen für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung („ET 2020“, 2009/C 119/02) wird darauf verwiesen, dass „das Bildungswesen … jegliche Form der Diskriminierung bekämpfen und alle jungen Menschen dazu befähigen soll, einen positiven Umgang mit Altersgenossen unterschiedlicher Herkunft zu pflegen“.

Die UN-Behindertenrechtskonvention verankert in Art. 24 das Recht auf Bildung für Menschen mit Behinderungen und verpflichtet die Staaten, angemessene Vorkehrungen in diesem Bereich zu treffen. Ziel des Bildungssystems soll insbesondere sein, Menschen mit Behinderungen zur wirklichen Teilhabe an einer freien Gesellschaft zu befähigen und ihre Persönlichkeit, ihre Begabungen und ihre Kreativität sowie ihre geistigen und körperlichen Fähigkeiten voll zur Entfaltung zu bringen.