4.4. Universitäten/Fachhochschulen

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4.4.1. Ausgangslage

Das Universitätsgesetz 2002 sieht vor, dass es die Aufgabe der Universitäten ist, den Bedürfnissen Studierender mit Behinderungen Rechnung zu tragen. So haben bspw. Studierende das Recht auf eine abweichende Prüfungsmethode, wenn sie eine länger andauernde Behinderung nachweisen, die ihnen die Ablegung der Prüfung in der vorgeschriebenen Methode unmöglich macht, und der Inhalt und die Anforderungen der Prüfung durch eine abweichende Methode nicht beeinträchtigt werden.

Seit der Gründung des Instituts „Integriert Studieren“ vor 20 Jahren werden die Rahmenbedingungen für behinderte Studierende stufenweise verbessert. Das hier entwickelte Know-how wird in eigens entwickelten Universitätslehrgängen „Assistierende Technologien“ und „Barrierefreies Webdesign“ weitergegeben (www.jku.at/iis/content). Das Zentrum für Fernstudien ermöglicht Bildungsteilnahme insbesondere auch für Menschen mit Behinderungen. Im Rahmen des jeweiligen Fernstudiums wird sehr individuell auf die Erfordernisse behinderter Studierender eingegangen.

Die 1997 gegründete Ombudsstelle für Studierende betreut und unterstützt Studierende und versucht bei auftretenden Fragen und Problemen im Studienalltag vermittelnd tätig zu sein. Ein Betreuungsschwerpunkt ist die Gruppe der Studierenden mit Behinderung. Neben Unterstützung und Hilfestellung wird auch an der Entwicklung von geeigneten Parametern für ein Monitoringsystem als Sicherstellung für die ausreichende Berücksichtigung der Bedürfnisse der Studierenden, insbesondere der behinderten Studierenden, durch die Hochschulen gearbeitet.

Die Hochschülerinnen– und Hochschülerschaftswahlen im Mai 2011 wurden erstmals für alle 21 Universitäten barrierefrei gestaltet. Es gab für alle Wahlstandorte Schablonen. Die Wahlbeisitzenden sind für den Wahlvorgang mit den Schablonen intensiv geschult worden.