4.5. Erwachsenenbildung und lebensbegleitendes Lernen

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4.5.1. Ausgangslage

Die Erwachsenenbildung ist zum weitaus überwiegenden Teil privat finanziert und auch weitgehend marktwirtschaftlich organisiert. Die Fördermittel des BMUKK konzentrieren sich auf den Erwerb von Basisbildung und Grundkompetenzen für Erwachsene, das Nachholen von Bildungsabschlüssen (wie z.B. speziell adaptierte Berufsreifeprüfung für Menschen mit Sinnesbehinderung) sowie Bildungsberatung. Bei der Vergabe der Fördermittel wird generell darauf geachtet, dass die Angebote jedermann zugänglich sind. Das BMUKK hat auch eine spezielle Informationsbroschüre herausgegeben, die unter anderem auch eine Checkliste zum Thema umfassende Barrierefreiheit in der Erwachsenenbildung beinhaltet („Erwachsenenbildung barrierefrei, Leitfaden für ein gemeinsames Lernen ohne Hindernisse“).

Non-formale Bildungsangebote (d.h. Angebote der Erwachsenen- und Weiterbildung, die nicht zu staatlich anerkannten Zeugnissen führen), bieten jedoch besondere Chancen für Menschen mit Behinderungen, weil die curriculare Ausgestaltung weitaus flexibler als im Bereich der formalen Bildungsangebote ist und auch die Zertifizierungsprozesse weitaus flexibler und den entsprechenden Bedürfnissen adäquat ausgestaltet werden können. Was in diesem Zusammenhang fehlt, sind allerdings klare Regelungen zur Verbindlichkeit und Transparenz der jeweiligen Bildungsprozesse, was die Verwertbarkeit am Arbeitsmarkt und für weiterführende Bildungsgänge betrifft.