5.3. Förderungen zur beruflichen Teilhabe

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5.3.2. Zielsetzungen

Förderung von Beschäftigungsverhältnissen: Diese Förderungen des AMS sollen in Zukunft verstärkt werden. Es sind entweder Eingliederungsbeihilfen für einen einzelnen Arbeitsplatz, sozialökonomische Betriebe oder gemeinnützige Beschäftigungsprojekte. Alle diese Förderungen dienen der (Wieder)Eingliederung von benachteiligten Personengruppen in den Arbeitsmarkt, insbesondere auch Menschen mit Behinderungen.

Ausbau und Qualitätssicherung von Unterstützungsstrukturen: Im Übergang von integrativen zu inklusiven Modellen der Beschäftigung im Sinne der UN-Konvention soll die Maßnahmenpalette des BSB unter Beteiligung von Menschen mit Behinderungen konsolidiert und ausgebaut werden, wobei der Grundsatz des selbstbestimmten Lebens beachtet werden muss, alle Phasen des Erwerbslebens abgedeckt sein sollen und Dienstleistungen unabhängig vom Grad der Behinderung – nötigenfalls auch unbefristet – angeboten werden sollen.

Ausbau des Jugendcoachings: Diese Maßnahme für Jugendliche am Übergang von der Schule in das Berufsleben soll flächendeckend ausgebaut werden. Das Jugendcoaching baut auf den sehr guten Erfahrungen des Clearing auf und soll vom Bundessozialamt auch für Jugendliche angeboten werden, die aus anderen Gründen als einer Behinderung Beratung und Begleitung bei der weiterführenden beruflichen Ausbildung und beim Einstieg ins Erwerbsleben benötigen. Die Intensität der Betreuung muss sich dabei nach dem individuellen Bedarf richten: damit soll sichergestellt werden, dass Menschen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf nicht benachteiligt werden.

Entwicklung von Modellen inklusiver Arbeit: Durch ein Modellprojekt des BSB mit einem Bundesland sollen unter Beteiligung von Menschen mit Behinderungen Standards für ein bundesweites Projekt „Inklusive Arbeit für Menschen mit schwersten Behinderungen“ entwickelt werden. Dabei müssen die finanziellen Mittel zweckorientiert aufeinander abgestimmt werden und es sollen auch die bisherigen Abgrenzungen von Bundes- und Landeskompetenzen hinterfragt werden.