5.5. Betriebliche Gesundheitsförderung und Arbeitnehmerschutz

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5.5.1. Ausgangslage

Die betriebliche Gesundheitsförderung geht von einem umfassenden Gesundheitsbegriff aus (im Sinne eines modernen Verständnisses von „public health“) und zielt darauf ab, alle bzw. möglichst viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in einem Unternehmen zu erreichen und deren Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu verbessern. Dazu gibt es bereits derzeit laufende Projekte des BMASK, des BMG und der Sozialversicherungsträger:

  • das Programm „Fit 2 Work“ ist ein Beratungs und Präventionsprogramm für ältere Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sowie Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen mit dem Ziel, krankheitsbedingte Fehlzeiten zu analysieren und Maßnahmen der Rehabilitation anzubieten, um ein frühzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben zu vermeiden.
  • mit dem Projekt „Gesundheitsstraße“ soll ein einheitliches und verbindliches System der Prüfung und Anerkennung der Arbeitsfähigkeit bzw. Erwerbsunfähigkeit etabliert werden, um die Verfahren zu beschleunigen und den Verbleib im Erwerbsleben zu verlängern.

Menschen mit Behinderungen haben an ihrem Arbeitsplatz besondere Bedürfnisse betreffend die Gestaltung des Arbeitsplatzes, der Arbeitsumgebung und der Arbeitsabläufe. Durch Mobilitätseinschränkungen sind sie oftmals nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen in der Lage, bei Interessenvertretungen oder Behörden Auskünfte einzuholen.

Arbeitsstätten in Gebäuden sind nach § 15 der Arbeitsstättenverordnung gegebenenfalls barrierefrei zu gestalten. Nach § 6 BEinstG ist das Unternehmen auch verpflichtet, im konkreten Fall angemessene Maßnahmen zu treffen, um behinderten Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen die Ausübung des Berufes zu ermöglichen.