6. Selbstbestimmtes Leben

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Die Begriffe „Selbstbestimmung“ und „Empowerment“ oder der Grundsatz „mobil vor stationär“ sind sowohl in österreichischen Programmen (Behindertenkonzept der Bundesregierung vom 22. Dezember 1992) als auch in internationalen Dokumenten (Europäische Behindertenstrategie 2010 – 2020) zu zentralen Zielsetzungen der Behindertenpolitik geworden. Das Kapitel „Selbstbestimmtes Leben“ dient insbesondere auch der Umsetzung der Artikel 19 (Unabhängige Lebensführung und Einbeziehung in die Gemeinschaft), Artikel 23 (Achtung der Wohnung und der Familie), Artikel 28 (Angemessener Lebensstandard und sozialer Schutz) und Artikel 29 (Teilnahme am politischen und öffentlichen Leben) der UN-Behindertenrechtskonvention. Artikel 19 der Konvention beginnt wie folgt:

„Die Vertragsstaaten dieses Übereinkommens anerkennen das gleiche Recht aller Menschen mit Behinderungen, mit gleichen Wahlmöglichkeiten wie andere Menschen in der Gemeinschaft zu leben, und treffen wirksame und geeignete Maßnahmen, um Menschen mit Behinderungen den vollen Genuss dieses Rechts und ihre volle Einbeziehung in die Gemeinschaft und Teilhabe an der Gemeinschaft zu erleichtern …“