6.4. Soziale Dienste

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6.4.1. Ausgangslage

Soziale Dienste sollen es behinderten und pflegebedürftigen Menschen ermöglichen, in den eigenen vier Wänden zu wohnen und ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen. Diese Dienste (mobile und stationäre Betreuungs- und Pflegedienste, teilstationäre Tagesbetreuung, Kurzzeitpflege in stationären Einrichtungen, Case- und Caremanagement, alternative Wohnformen) werden von ausgebildetem Personal erbracht und liegen im Kompetenzbereich der Länder. Aufgrund der demographischen Entwicklung steigen die Kosten, wodurch das Problem einer nachhaltigen Finanzierung gelöst werden muss.

Für die sozialen Dienste liegen bisher nur mangelhafte und schwer vergleichbare statistische Daten vor.

Angehörige von Menschen mit Demenzerkrankungen, die in Alten- und Pflegeheimen leben, haben hohe und oft unerfüllbare Erwartungen an den Heimträger und die hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Dies kann emotionale Belastungen auf allen Seiten, Beschwerden und Konflikte auslösen. Eine Folge ist auch, dass sozial engagierte ehemalige Angehörige von Menschen mit Demenz, deren Erfahrung genutzt werden könnte, davor zurückschrecken, sich ehrenamtlich zu engagieren.