6.6. Pflegende Angehörige

Lade Video ...

Zurück zur Übersicht

6.6.1. Ausgangslage

Pflegende Angehörige sind durch die informelle Pflege in der Familie besonderen Belastungen ausgesetzt, vor allem in zeitlicher, physischer und psychischer Hinsicht. Dies trifft besonders auf Personen zu, welche zudem einer Berufstätigkeit nachgehen. Maßnahmen zur Familienhospizkarenz können derzeit aber nur für die Begleitung sterbender Angehöriger oder im gemeinsamen Haushalt lebender schwerst erkrankter Kinder in Anspruch genommen werden. Die Rechtsstellung betreuender Angehöriger im Hinblick auf eine bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf soll daher verbessert werden.

Zur Prüfung weiterer Möglichkeiten der Familienhospizkarenz im Bereich der Pflege sowie der Möglichkeit einer Pflegekarenz bis zu sechs Monaten (inklusive Kündigungsschutz) werden derzeit – auch im Sinne einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie – Gespräche des BMASK mit den Sozialpartnern geführt.

In Entsprechung des Entschließungsantrages Nr. 1559/A(E) vom 18. Mai 2011 hat das BMASK eine Studie zum Thema „Kinder und Jugendliche als pflegende Angehörige in Österreich“ in Auftrag gegeben. Zielsetzung dabei ist, einen Einblick in die Situation von „Young Carers“ in Österreich zu gewinnen und familienorientierte Hilfsangebote zur Entlastung und Steigerung der Lebensqualität der betroffenen Kinder und Jugendlichen zu schaffen.