6.7. Sicherung des Lebensstandards und Armutsbekämpfung

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6.7.2. Zielsetzungen

Über alle Sozialleistungen muss eine verständliche und barrierefreie Information und Beratung, auch für Menschen mit Lernbehinderungen, angeboten werden.

Bei allen Maßnahmen zur Vermeidung und Reduzierung von Armut sind Menschen mit Behinderungen besonders zu berücksichtigen.

Nachdem Menschen mit Behinderungen in besonderem Maße von Armut bedroht sind, werden sie überdurchschnittlich von den Vorteilen der BMS profitieren (Einbeziehung in die gesetzliche Krankenversicherung, Beschränkungen beim Regress, Vermögensfreibetrag etc.)

Im nationalen Reformprogramm zur Umsetzung der Europa 2020 – Strategie wird angestrebt, die Zahl der armutsgefährdeten und sozial ausgegrenzten Personen um 235.000 Personen bzw. um 16 % bis zum Jahr 2020 zu reduzieren. Dieser Zielsetzung dient vor allem Subziel 2 („Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit und Verbesserung der Erwerbsbeteiligung armutsgefährdeter Personen im erwerbsfähigen Alter“) und Subziel 5 („Gesundheitsprävention im Arbeitsleben und Verbesserung der Arbeitsmarktchancen für Menschen mit Behinderungen“). Angeführt werden verbesserte Beschäftigungsmöglichkeiten für Bezieherinnen der BMS, fokussierte Trainings- und Qualifizierungsmaßnahmen, Maßnahmen der Gesundheitsförderung und eine Arbeitsmarktoffensive für gesundheitlich beeinträchtigte Menschen und Menschen mit Behinderungen.

Indikator zur Zielerreichung
Auf EU-Ebene definierter Mischindikator aus Armutsgefährdung, materieller Deprivation und Erwerbslosenhaushalten (jährliche EU-SILC Erhebung durch Statistik Austria).