8.2. Statistik

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8.2.1. Ausgangslage

Nach Artikel 31 der UN-Behindertenrechtskonvention (Statistik und Datensammlung) ist Österreich verpflichtet, geeignete Informationen zu sammeln, einschließlich statistischer Angaben und Forschungsdaten, die es ermöglichen, politische Konzepte zur Durchführung der UN-Behindertenrechtskonvention auszuarbeiten und umzusetzen.

In der EU-Behindertenstrategie 2010-2020 wird den Bereichen Datenerhebung und Statistik eine hohe Bedeutung beigemessen. Die EU plant, die Sammlung von periodischen behinderungsrelevanten Statistiken zu erweitern, um über ausreichend Daten über die Situation von Menschen mit Behinderungen auf EU-Ebene und insbesondere in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten zu verfügen. Zu diesen EU-Statistiken zählen insbesondere die Statistik der Union über Einkommen und Lebensbedingungen EU-SILC (derzeit allerdings keine über das Minimal Health Modul hinausreichenden Fragen absehbar), die EU-Arbeitskräfte-Erhebung mit ihrem Ad-hoc-Modul über die „Beschäftigung von Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen“, die Europäische Gesundheitsbefragung und schließlich der European Health and Social Integration Survey/EHSIS)

Österreich hat zum Teil sehr detaillierte Statistiken und Datensammlungen zum Thema Behinderung. Insbesondere in den Bereichen Behindertenbeschäftigung sowie im Zusammenhang mit der Auszahlung der Geldleistungen an Menschen mit Behinderungen verfügt Österreich über eine solide Anzahl valider Daten.

Im Jahr 2007/2008 wurde von Statistik Austria eine Mikrozensus-Sondererhebung zum Thema „Menschen mit Behinderungen“ durchgeführt. Aus der Erhebung EU-SILC im Jahr 2006 wurde von Statistik Austria eine Sondererhebung über Menschen mit Behinderungen durchgeführt.