1980er

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Meilenstein 1980er: Barrierefreie Information

Zugang zu Information für gehörlose Menschen ist uns ein besonderes Anliegen. Mit dem Thema beschäftigt sich insbesondere die Kommission Medien (siehe Seite XX), die das ORF-Gesetz auf Punkt und Komma kennt. Der ORF ist gesetzlich verpflichtet, eine Untertitelung aller seiner Fernsehsendungen mit Sprachinhalten anzustreben und das Verfolgen des Informationsangebots gehörlosen Menschen zu erleichtern.

Seit den 1980er Jahren werden ORF-Sendungen untertitelt und sind damit zugänglich. Wichtig ist auch die ÖGS-Simultandolmetschung: ÖGS wird von gehörlosen ZuseherInnen problemlos verstanden, während Untertitel den Wechsel in die Zweit- bzw. Fremdsprache Deutsch bedeuten.

Seit 2003 gibt es die Zeit im Bild in Gebärdensprache, seit 2009 sind auch die Parlamentsdebatten durch Live-Untertitelung und ÖGS-Dolmetschung barrierefrei. Auch eine Kindersendung wird mittlerweile in ÖGS gedolmetscht. Das ist für gehörlose Kinder hörender Eltern von großer Bedeutung, damit der Spracherwerb frühestmöglich unterstützt wird.

Waren es anfangs nur ein paar Stunden, so sind derzeit rund 60 Prozent des ORF-Angebots untertitelt. Für den ÖGLB ist eine Untertitelung zu 100 Prozent nach dem Vorbild der BBC das Ziel.
Auch die Behindertenrechtskonvention der UNO sieht umfassende und vollständige Barrierefreiheit vor. 100 Prozent Rundfunkgebühren sind erst bei 100 Prozent Service gerechtfertigt!