In der Monarchie

Lade Video ...

Von der Taubstummengasse zur Schule für alle

1779 gründete Kaiser Joseph II in Wien die erste staatliche Gehörlosenschule der Welt. Bis 1912 stand sie in der nach ihr benannten Taubstummengasse im vierten Bezirk. Anfangs wurden dort sechs Mädchen und sechs Burschen unterrichtet. Mittlerweile gibt es sechs Gehörlosenschulen in Österreich. Aber immer mehr Kinder mit Hörbeeinträchtigungen sind heute in Integrationsklassen oder einzeln mit einer Stützlehrkraft integriert. Auch wenn das den Kindern ermöglicht, mit ihren Altersgenossen zu lernen, besteht die Gefahr der Isolierung. Sprachliche Barrieren bleiben. Vorzeigeklassen mit mehr als einem gehörlosen oder schwerhörigen Kind und bilingualem Unterricht in ÖGS und Deutsch sind zwar schon möglich. Aber sie hängen noch stark vom Engagement der Eltern und LehrerInnen ab. Das will der ÖGLB ändern! Denn die Zukunft der Schule ist inklusiv. An einer inklusiven Schule für alle lernen alle Kinder die menschliche Vielfalt als Wert schätzen. Die Voraussetzungen dafür sind ausreichend entsprechend ausgebildetes Lehrpersonal. Außerdem muss die LehrerInnen-Ausbildung gehörlosen und schwerhörigen Menschen offen stehen.