Struktur

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Der ÖGLB wird von einem ehrenamtlichen Vorstand gehörloser und schwerhöriger Menschen geführt, der alle vier Jahre von den Landesverbänden neu gewählt wird. Beide, Vorstand und Landesverbände, wählen den/die PräsidentIn aus den nominierten KandidatInnen. Der ÖGLB besteht als Dachverband über die Landesverbände, die ihren Sitz jeweils in der Landeshauptstadt haben.

Die Landesverbände dienen dem Austausch und der Vernetzung der zahlreichen Gehörlosenvereine. Sie organisieren Bildungs- und Kulturangebote, bieten Dolmetsch-Vermittlung und haben den besten Überblick über die Aktivitäten der Community in ihrem Bundesland.

Im Bereich Anti-Diskriminierung arbeitet der ÖGLB mit dem Klagsverband zusammen, der Diskriminierungsopfer rechtlich vertritt. Auch mit BIZEPS, dem Zentrum für Selbstbestimmtes Leben, kooperiert der ÖGLB. Die ÖAR (Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation), Dachverband der österreichischen Behindertenverbände, ist in vielen Belangen ein wichtiger Partner.

Auch international ist der ÖGLB gut vernetzt: Wir sind im Weltverband der Gehörlosen (World Federation of the Deaf, WFD) und der Europäischen Union der Gehörlosen (European Union of the Deaf, EUD) organisiert und haben 2012 den mittel- und osteuropäischen Verband CEAD (Central European Alliance of the Deaf) mit gegründet.
Der WFD mit Sitz in Helsinki ist von der UNO als Vertretung von ca. 72 Mio. gehörlosen Menschen weltweit - 80 Prozent davon in Entwicklungsländern - anerkannt. Dem Verband ist zu verdanken, dass die Behindertenrechtskonvention das Recht auf Gebärdensprachen und Gehörlosenkultur verankert (siehe Seite 17). Der ÖGLB ist eng mit dem WFD verbunden: Heinrich Prochazka ließ nicht nur den österreichischen Verband nach dem zweiten Weltkrieg wieder auferstehen (siehe Seite 13), sondern war auch einer der Gründer des Weltverbands mit Sitz in Helsinki, Finnland. 1995 organisierte der ÖGLB den 12. Gehörlosen-Weltkongress in Wien. Die EUD wiederum vertritt die Anliegen aller gehörlosen EU-BürgerInnen gegenüber den Institutionen in Brüssel und arbeitet auch mit dem Europarat in Straßburg zusammen.