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Struktur

ÖGLB Struktur

Der ÖGLB besteht als Dachverband über die Landesverbände, die ihren Sitz jeweils in der Landeshauptstadt haben. Die Landesverbände wählen alle vier Jahre einen ehrenamtlichen Vorstand von gehörlosen und schwerhörigen Menschen. Beide, Vorstand und Landesverbände, wählen den/die PräsidentIn aus den nominierten KandidatInnen.

Die Landesverbände dienen dem Austausch und der Vernetzung der zahlreichen Gehörlosenvereine. Sie setzen sich für die Gleichstellung gehörloser Menschen und die Wahrung ihrer Rechte auf regionaler Ebene ein, organisieren Bildungs- und Kulturangebote, bieten Dolmetsch-Vermittlung und Beratung zu allen Lebensbereichen und haben den besten Überblick über die Aktivitäten der Community in ihrem Bundesland.

Im Bereich Anti-Diskriminierung arbeitet der ÖGLB mit dem Klagsverband zusammen, der Diskriminierungsopfer rechtlich vertritt. Auch mit BIZEPS, dem Zentrum für Selbstbestimmtes Leben, kooperiert der ÖGLB. Der Österreichische Behindertenrat ist als Dachverband aller österreichischen Behindertenverbände ein wichtiger Partner in vielen Belangen.

International ist der ÖGLB im Weltverband der Gehörlosen (World Federation of the Deaf, WFD) und der Europäischen Union der Gehörlosen (European Union of the Deaf, EUD) organisiert und hat 2012 den Mittel- und osteuropäischen Verband CEAD (Central European Alliance of the Deaf) mit gegründet. Für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen stehen eigene Plattformen zur Verfügung: der WFDY (World Federation of the Deaf Youth) und der EUDY (European Union of the Deaf Youth).

Der ehemalige ÖGLB-Präsident Heinrich Prochazka war 1951 einer der Gründer des Weltverbands, der heute seinen Sitz in Helsinki hat. Heute vertritt der WFD ca. 72 Mio. gehörlosen Menschen weltweit – 80 Prozent davon in Entwicklungsländern. 1995 organisierte der ÖGLB unter Präsident Prof. Peter Dimmel den 12. Gehörlosen-Weltkongress in Wien. Das Motto der Veranstaltung lautete: „Vorwärts zu den Menschenrechten“.

Den Überzeugungsarbeiten des Weltverbandes bei Sitzungen der Vereinten Nationen in New York ist zu verdanken, dass die UN-Behindertenrechtskonvention das Recht auf Gebärdensprachen und Gehörlosenkultur verankert.

Die EUD wiederum vertritt die Anliegen aller gehörlosen EU-BürgerInnen gegenüber den Institutionen in Brüssel und arbeitet auch mit dem Europarat in Straßburg zusammen.

Vernetzung – national und international

Regionale und lokale vereine und Initiativen

EUD = European Union of the Deaf (Europäischer Verband der gehörlosen)
EUDY = European Union of the Deaf Youth (EU-Verband der gehörlosen Jugend)
WFD = World Deaf Federation (Weltverband der Gehörlosen)
WFDY = World Deaf Federation Youth (Weltverband der Gehörlosen Jugend)

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