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Lehrplan ÖGS: Unterricht in der AHS-Oberstufe ab 2026

Ab 1.9.2026 soll in der Oberstufe der allgemeinbildenden höheren Schulen Österreichische Gebärdensprache als lebende Fremdsprache unterrichtet werden. Gehörlose und hörende Schüler:innen können sie lernen und auch in ÖGS maturieren. (Der Lehrplan ÖGS für die Volksschule kommt zu einem späteren Zeitpunkt!)
Bevor der Bildungsminister den Lehrplan verordnen kann, ist die Zivilgesellschaft eingeladen ihre Meinung zur Einführung des Lehrplans an das Bildungsministerium zu schicken.

Dazu braucht er eure Unterstützung! 
Jetzt ist es wichtig, dass wir alle an das Bildungsministerium schreiben
  • wie großartig und wichtig dieser Lehrplan für die Anerkennung der Sprache gehörloser Menschen ist,
  • wie toll wir es finden, dass jede:r sie in der Schule lernen darf,
  • wie sehr damit das Verständnis zwischen hörenden und gehörlosen Menschen und damit Inklusion gefördert wird.

Helene Jarmer erklärt im Video, was dieser Lehrplan beinhaltet. Wer sich gerne genau informieren will, was im Lehrplan für die Oberstufe steht, kann das hier nachlesen: Lehrplan, Erläuterungen.

Bitte schreibt dem Bildungsministerium, dass ihr diesen Lehrplan unterstützt!

Ihr könnt natürlich gerne eure eigenen Texte schreiben, aber sie sollten konstruktiv und positiv sein. Wer nicht viel Zeit hat kann einfach nur eine kurze Einleitung + einen der Mustertexte + Schlusssatz verwenden:

5 Vorschläge für eure Stellungnahme an das Bildungsministerium

Einleitung:        Herzlichen Dank für die Möglichkeit, den Entwurf für den Lehrplan Österreichische Gebärdensprache für allgemeinbildende höhere Schulen kommentieren zu dürfen!

1          Die Verordnung dieses Lehrplans ist ein historischer Moment, auf den die Gebärdensprachgemeinschaft lange warten musste. Das Angebot eine gestisch-visuelle Sprache zu erlernen trägt wesentlich dazu bei, dass (1.) Gebärdensprachen als vollwertige Sprachen akzeptiert und (2.) ihre Nutzer:innen als Vertreter:innen einer eigenen Sprachminderheit anerkannt werden.

2          Die Verordnung dieses Lehrplans ist ein deutliches Signal für das Aufbrechen eines Bildungssystems mit vielen Barrieren hin zu einem chancengleichen Angebot für alle. Mit und durch ihre Sprache zeigen und praktizieren taube Menschen spezifische kulturelle Werte. Unterricht in ihrer Sprache ÖGS ermöglicht ihnen, ihr Recht auf eine umfassende Bildung voll in Anspruch nehmen zu können.

3          Die Verordnung dieser Lehrpläne ist ein wertvoller Beitrag zu einer Inklusiven Gesellschaft, weil die Österreichische Gebärdensprache als autochthone Minderheitensprache angeboten wird und nicht als „Hilfssprache für Menschen mit einer Hörbehinderung“. Ihre Akzeptanz und Kenntnis tragen zur Pflege interkulturellen Beziehungen, der Persönlichkeitsentwicklung und der Erweiterung des Kommunikationsrahmens bei.

4          Der Lehrplan Österreichische Gebärdensprache ist nicht nur ein unerlässliches Instrument für Chancengleichheit in der Bildung. Er stellt auch einen wichtigen Durchbruch zur gesellschaftlichen und politischen Anerkennung der Sprachminderheit gehörloser Menschen dar. Aus unserer Sicht ist seine Verordnung ein Signal, dass diese Regierung den Auftrag zur Inklusion erstnehmen will.

Schluss:           Wir hoffen sehr, dass Österreich mit der Einführung des Lehrplans Österreichische Gebärdensprache einen entscheidenden weiteren Schritt in Richtung Inklusion gehörloser und schwerhöriger Menschen setzt.

5          Oder ihr orientiert euch an der Stellungnahme des ÖGLB.

Schickt eure Mail bis Ende April an: Begutachtung@bmbwf.gv.at

 

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